Projektübersicht

An 8 Nachmittagen im Jahr 2017 fahren wir mit ca. 10 Kindern aus suchtkranken Familien und ihren Eltern auf einen Reiterhof aufs Land. Dort habe sie gemeinsam die Möglichkeit, unter pädagogischer Anleitung die Pferde zu putzen, zu reiten und einen unbeschwerten Nachmittag zu erleben. Der Umgang mit den Pferden fördert eine gesunde Entwicklung der Kinder und trägt so zur Entfaltung und Stärkung ihrer Persönlichkeit bei.
Aus persönlichkeitsrechtl. Gründen können wir leider kein Video einstellen.

Kategorie: Jugend

Stichworte: Prävention, Reiten, Pferde, Suchtkranke, Kinder

Finanzierungszeitraum 24.11.2016 12:43 Uhr - 15.03.2017 23:59 Uhr

Realisierungszeitraum des Projektes: März bis November 2017

Worum geht es in diesem Projekt?

Nach Schätzungen lebt in Deutschland etwa jedes 6. Kind in einer suchtbelasteten Familie. Ca 100 Kinder leben in Braunschweig mit einem opiatabhängigen Elternteil zusammen. Diese Kinder werden als Hochrisikogruppe bezeichnet, später selbst einmal eine Abhängigkeit oder andere psychische Störung zu entwickeln.
Es gibt aber auch Schutzfaktoren, die dazu beitragen, dass sich Menschen trotz Risiken zu psychosozial gesunden Persönlichkeiten entwickeln können. Zu den wichtigsten Schutzfaktoren im Kindesalter gehören z.B. ein positives Selbstkonzept und Selbstvertrauen, Problemlösefähigkeiten sowie die Fähigkeit, sich Unterstützung zu holen. All das lässt sich im Umgang mit dem "Medium Pferd" fördern. Das Pferd ist ein soziales Wesen, seine Reaktionen sind immer direkt und echt, somit verlässlich und vertrauensbildend. Die vielfältigen Sinneserfahrungen über den Körperkontakt, die Bewegungserfahrungen und die emotionale Auseinandersetzung mit dem Pferd in der naturbezogenen Umgebung machen eine ganzheitliche Förderung möglich.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Mit dem Projekt stärken wir Kinder suchtkranker Eltern.
Der Umgang mit dem Pferd macht Spaß und bietet einen starken Motivationsanreiz.
Die Kinder müssen sich im Umgang mit einem so großen Tier immer wieder neuen Aufgaben stellen. Dies verbessert auf spielerische Weise das Selbstwertgefühl. Das Pferd dient als Spiegel für Verhaltensmuster und konfrontiert damit. Durch den Fellkontakt und durch seine Kraft und Lebendigkeit bietet das Pferd die Möglichkeit, eigene Bedürfnisse nach Geborgenheit und Schutz ausleben zu können. Die Pflege und der Umgang mit Pferden erfordert Fürsorglichkeit, Verantwortlichkeit und Empathie. So können Erfolgserlebnisse vermittelt und eine Abwechslung zum Alltag, der sonst eher durch finanzielle Engpässe geprägt ist, geboten werden.
Durch das Einbeziehen der Eltern besteht für diese die Möglichkeit, sich untereinander austauschen zu können oder mit Fragen zur Erziehung mit den Pädagogen ihr eigenes Verhalten zu reflektieren.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Die Problematik von Kindern suchtkranker Eltern wird gesellschaftlich immer noch vernachlässigt. Häufig fallen diese Kinder gar nicht auf, da sie eher überangepasst sind und schon früh die Funktion eines Erwachsenen in der Familie übernehmen. Nicht nur die Suchterkrankung an sich, sondern auch die Tabuisierung belastet den Alltag der Kinder. Durch das Reitprojekt bekommen sie ein kleines Stückchen Kindheit und Normalität zurück. Zudem werden sie für uns als Fachleute sichtbar und wir bekommen die Möglichkeit ggf. Unterstützung zu organisieren.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Es wird für die Kosten dieser Unternehmung 1:1 eingesetzt.

Wer steht hinter dem Projekt?

Die Jugend- und Drogenberatung in Trägerschaft der Gemeinnützigen Gesellschaft für Pariätische Sozialarbeit Braunschweig gGmbH (kurz: Der Paritätische Braunschweig)