geschrieben von: Matthias Marx | 27.12.2019, 08:00

Für kleine und große Freiheitsstatuen in der "BraWo-Region"

Wenn man verstehen möchte, was Crowdfunding ist und wie es funktioniert, lohnt ein Blick in die Geschichte. Denn auch wenn der Begriff Crowdfunding zum ersten Mal zu Beginn des neuen Jahrtausends, nämlich im Jahr 2006, verwendet wurde, reicht das Prinzip des Crowdfunding weiter in die Historie zurück.

So gilt heute als bekanntestes historisches Beispiel die Finanzierung der weltberühmten Freiheitsstaue auf Liberty Island im Hafen von New York.

Wie kam es dazu? Zunächst war zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten von Amerika vereinbart worden, dass die USA die Statue als Geschenk Frankreichs erhalten würden, die amerikanische Seite ihrerseits aber die Kosten für den Sockel der Statue und deren Aufbau in New York selbst aufbringen müsste.

Durch die schwere Weltwirtschaftskrise, die der Börsencrash von 1873 auslöste, wurde dieses Vorhaben jedoch stark gefährdet. Denn die geplante Finanzierung konnte nicht mehr gewährleistet werden.

Als der amerikanische Herausgeber Joseph Pulitzer, der heute vor allem durch den nach ihm benannten Pulitzer-Preis für herausragende journalistische Arbeit bekannt ist, davon erfuhr, entschloss er sich, die New Yorker Bürger in seiner Zeitung „The New York World“ zum Spenden aufzurufen, um die Kosten für den Sockel und den Aufbau gemeinschaftlich aufzubringen. Als zusätzlichen Anreiz versprach er jedem Spender, dass er – unabhängig von der Höhe seiner Spende – namentlich in der Zeitung genannt werden würde.

Innerhalb von fünf Monaten gelang es so, die benötigte Summe – die bereits für damalige Verhältnisse beträchtliche Summe von 101.091 US-Dollar – von über 120.000 Spendern zu sammeln.

Besonders daran war neben der Geschwindigkeit der Finanzierung, dass zum einen der Großteil der Einzelspenden (75 bis 80 Prozent) bei unter einem Dollar (heute entspricht ein US-Dollar von 1885 in etwa 20 Euro) lag und zum anderen die Spender aus allen gesellschaftlichen Schichten, von Geschäftsleuten und Politikern bis hin zu “einfachen Arbeitern“, wie Straßenreiniger, kamen. Selbst Kinder beteiligten sich mit Spenden.

Dieses Beispiel veranschaulicht, wie sich mit Hilfe von Crowdfunding - das Wort Crowdfunding setzt sich aus den englischen Begriffen Crowd (Menschenmenge) und Funding (Finanzierung) zusammen – Projekte verwirklichen lassen, deren Finanzierung anderweitig nicht möglich wäre.

Wir sind davon überzeugt, dass sich auch gemeinnützige Projekte, die auf unserer Spenden-Plattform präsentiert werden, an diesem historischen Beispiel orientieren können.

Denn am Ende kommt es bei jedem Crowdfunding-Projekt vor allem auf drei Punkte an: 1. Eine überzeugende, emotionalisierende Geschichte, 2. ausreichend Werbung für das Projekt und 3. eine möglichst große Crowd, d.h. Menge an potenziellen Spendern, die man für sein Projekt ansprechen und gewinnen kann.

Wenn auch Sie im übertragenenen Sinne den Bau einer kleinen oder großen Freiheitsstatue in der „BraWo-Region“ planen und Sie mit Hilfe von Cowdfunding Ihr gemeinnütziges Projekt finanzieren möchten, unterstützen wir Sie gern mit Rat und Tat.

Wenden Sie sich gern jederzeit an uns.

Herzliche Grüße

Matthias Marx



Quelle der im Artikel verwendeten Informationen: https://www.crowdfunding.de/projekte/freiheitsstatue-new-york/ 

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